Transformation – unsere persönliche Reise

Transformation – unsere persönliche Reise

Dieser Artikel über unsere Transformation ist eigentlich schon lange überfällig, allerdings haben wir uns ein wenig geziert, einen Rückblick zu wagen. Warum? Weil man sich intensiv mit sich auseinandersetzen muss und dazu gehören, logisch, auch Fehler, die im Nachhinein so klar und unbedacht erscheinen. Aber besonders aus kleinen Fehltritten, die man macht, lernt man doch am meisten, oder?!:)
Noch einmal ein kurzes Update: seit nunmehr etwas über einem Jahr gehen Iria und ich gemeinsam ins Fitnessstudio und haben unseren Alltag dementsprechend angepasst. Die Reise machen wir auch zusammen, gerade weil wir uns schon sehr viel länger kennen (seit fast 13 Jahren genau gesagt 😀 ) und wissen, von wo aus wir gestartet sind. Die eine ein bisschen zu wenig, die andere etwas zu viel auf den Rippen, waren wir nie darauf aus, das Maßband anzulegen oder jedes Gramm säuberlich zu zählen. Es ist vielmehr das Wohlfühlgefühl mit sich selbst, welches wir vor einem Jahr anstrebten. Und auch wenn wir nie unzufrieden waren, sind es doch die kleinen alltäglichen Situationen, die einen ausbremsen: das schulterfreie Shirt, das gemieden wird oder eben das Croptop, das Foto, bei dem man immer meckert, weil der Arm wieder zu dick aussieht, der schwere Atem beim Sprint zur U-Bahn, von Ausdauer fangen wir nicht an! Das Ziel war ganz klar: sich sportlich betätigen, um sich fitter und rundum wohl zu fühlen.. Ausreden haben wir uns gemeinsam strikt verboten und nach und nach kam der Spaß für Fitness.. aus dem elendigen Schweinehund wurde ein kuscheliges Schoßhündchen und ein treuer, angenehmer Workoutbuddy. Aber nun mal von Anfang:)

Vor einigen Jahren

IRIA Wenn ich heute auf dieses Bild sehe, bin ich ehrlich stolz auf mich, eine solche Transformation durchlebt zu haben. Mein Schönheitsideal war schon immer eher das kurvige Frauenbild. Nadja war damals das beste Beispiel für mich. Damals hab ich mich aber einfach damit abgefunden, entweder man ist für eine Sanduhren-Form gemacht oder eben nicht. Ich hab das als feste Konstante genommen. Ich kann halt einfach nicht zunehmen. Ist zwar schade, aber lässt sich halt nicht ändern.

Dürr, Mager und knöchig konnte ich mir immer wieder anhören. Auch das ich ja Glück hätte so ’schön dünn‘ zu sein.Es hat mich anfangs einfach genervt und später auch verletzt, sich jedes Mal wieder solche Urteile und Bewertungen von Freunden, Familie und auch Fremden anhören zu müssen. Es war nie so dass ich mir Gedanken darüber gemacht hätte, ob ich zu dick oder zu dünn war. Ich hab mir das nicht ausgesucht und ändern ‚konnte‘ ich meiner Ansicht nach nichts. Bei Ärzten kam dann auch ab und an Mal das Thema Essstörung auf, aber auch das war nie der Fall. Das Problem war ganz simpel: Ich hatte ganz und gar keine Ahnung von richtiger Ernährung. Ich hab aus Faulheit manchmal einfach nur ein oder zweimal am Tag gegessen und da dann meistens Fertigessen oder Fast Food. Auch Süßes und zahlreiche Snacks sind immer wieder Mal dabei gewesen. Ich dachte natürlich: „Anscheinend kann ich alles Essen ohne zuzunehmen.“ Was ja nicht der Fall ist, wenn man dann trotzdem nicht mal auf 1000 Kalorien kommt an einem Tag, ist ja ganz klar, dass sich da nicht viel aufbaut. So war ich letztendlich bei 50 Kilogramm Körpergewicht, mal ein halbes Kilo mehr, mal weniger.

Zusätzlich kommt noch dazu, dass ich auch schlichtweg keine Ahnung hatte inwiefern ich mich körperlich überhaupt verändern könnte. Denn sportlich, war ich bis auf’s Tanzen eher desinteressiert.

Für mich stand bei Sportlern immer der Sport im Vordergrund und man den athletischen Körper eben als positiven Nebeneffekt dazu bekommt. Das Sport aber das Werkzeug ist um sich eben genau diesen Körper zu „bauen“ war mir bis vor gut anderthalb Jahren nicht wirklich bewusst.

Ganz einfach Unwissenheit, was ja nichts verwerfliches ist, denn manchmal liegen Interessen und Schwerpunkte einfach woanders.

NADJA Hier wird es ungemütlich – beziehungsweise etwas zu gemütlich. Es ist ziemlich paradox, denn ich kann euch nicht viel darüber erzählen, wie die Zunahme eigentlich passiert ist. Ich rede öfter mit Iria über diese Phase, denn zu der Zeit waren wir schon befreundet und sie hat diese Gewichtsschwankung natürlich mitbekommen.. nur ich nicht. Tatsächlich nicht bemerkt! Innerhalb eines Jahres nahm ich 10 Kg zu und hielt 65 Kg (das war 2009). Das ist auch okay, denn aus den unterschiedlichsten Gründen können Gewichtsveränderungen entstehen, egal in welche Richtung. Besonders bei Frauen höre ich diese Art von Geschichten oft, meist wird innere Unausgeglichenheit nach aussen getragen und schlägt sich auf der Waage nieder. Ich bin aus beruflichen Gründen weggezogen und das zum ersten Mal (wenig Bewegung und kleinere, ok, größere Esssünden). Das war mein Katalysator 🙂 Das tatsächlich Erschreckende an der Situation ist jedoch: wenn das Körperbewusstsein noch nicht so ausgeprägt ist, dass man diese Veränderung bemerkt. Oder war es pure Ignoranz? Keine Ahnung..

Doch genauso wie sich dieses “Kurzzeithoch” einschlich, war es auch wieder weg. Meine allgemeine Laune verbesserte sich peu à peu aus diversen Gründen und so auch die Motivation, sich etwas zu bewegen und ab und an schwimmen/ joggen zu gehen. So konnte ich in 8 Monaten 7 Kg verlieren, das natürlich wieder, ohne etwas bemerkt zu haben oder je die Intention des Abnehmens gehabt zu haben (warum auch? Es hatte sich ja nie etwas geändert hehe).


Ich ziehe Fazit: Gewichtsschwankungen sind in keinem Fall schlimm und haben zumeist einen Grund.Das traurige ist, wenn man nichts von alldem mitbekommt/ will und sich so bewusst dafür bzw dagegen entscheiden kann. Ich lerne bis heute, dass das viel angesprochene Wohlfühlgefühl SO WICHTIG ist. Es geht nicht ausschließlich um das körperliche Wohlbehagen, sondern um sämtliche Umstände im Leben. Also mach dir deine Lebenssituation so cosy, wie es dir möglich ist!

Der Knackpunkt - Vor etwas mehr als einem Jahr

IRIA Wie schon öfter erwähnt waren wir nie die typischen Sportskanonen und trotzdem haben wir uns damals hier in Berlin in einem Fitness Studio angemeldet. Anfangs einfach weil man ja trotzdem fit und gesund bleiben wollte. Mit der Zeit kam in mir immer mehr der Wunsch auf, mehr zu Wissen, die Geräte besser nutzen zu können und mich noch mehr ans Limit zu bringen. Es gab eigentlich keinen richtigen Knackpunkt, ich würde es eher als schleichenden Prozess bezeichnen.

Ein guter Freund hatte in kurzer Zeit extrem an Muskeln aufgebaut und so sein Erscheinungsbild völlig verändert. Als dann ein Arbeitskollege auch aus dem Nähkästchen geplaudert hatte, wie er sein Gewicht aufgebaut hat, hat es mich gepackt und ich dachte, das schaffe ich auch.

Ich hatte es satt, ständig als Mädchen oder Kindchen abgestempelt zu werden. Ich hab mich einfach nicht wohl gefühlt.

Wenn man im Gesicht jung aussieht, ist das eine Sache, aber körperlich immer als dürr und mager bezeichnet zu werden, passt nicht mit dem überein, wie man sich selbst fühlen und sehen möchte.

Angefangen habe ich mit Unmengen zusätzlichen Mahlzeiten, meine Kalorien gezählt und später noch Protein Pulver für Hard Gainer mit in den Essensplan aufgenommen. Meine Trainingseinheiten habe ich auf vier Mal in der Woche erhöht. Zu dieser Zeit habe ich 52 Kilogramm gewogen.

Wenn wir uns die Bilder heute anschauen, müssen wir darüber lachen wie unbeholfen wir darauf aussehen und vor allen dingen unsportlich. Aber hey, jeder fängt mal an, umso stolzer können wir auf das schon erreichte sein und hoffen, dass wir noch einiges erreichen werden. Was uns zum vorerst letzten Teil unseres Textes und somit unserer Transformation bringt.

NADJA Das 2009 – Dilemma war nun sechs Jahre her und das Gewicht hatte sich eingepegelt. Ich war seit langem im Fitnessstudio angemeldet aber ehrlich? Ich war kurz davor, mich vom Fitnessstudio abzumelden, denn lang genug habe ich ja gezahlt, ohne dass je eine Gewichtsscheibe meinerseits bewegt wurde:) Doch mit Iria als mein Workoutbuddy habe ich einen Mitstreiter gefunden im Kampf gegen den fiesen Schweinehund. Was anfangs als zaghafte Trainingseinheiten ein bis zweimal die Woche begann, verselbstständigte sich relativ schnell, da uns irgendwann der Ehrgeiz packte. Persönlich gesprochen fand ich einen perfekten Ausgleich zum Uni- bzw Arbeitsalltag und erklärte Gym- Zeit zur persönlichen Qualitytime, weil ich mich dort nur mit mir beschäftige. Nach einigen kläglichen Versuchen, eine sportliche Routine zu erlangen, änderte ich nun einige Dinge: statt mit leerem Magen zum Gym zu torkeln, um dann lustlos aufzugeben, machte ich kleinere Ernährungsumstellungen, besonders Instagram half mir dabei, Inspirationen zu bekommen. Stylische Gymwear pushte meine Motivation, so füllte sich der Kleiderschrank unaufhörlich. Langsam und stetig etablierte sich der Gang ins Studio als normal und alltäglich. Allerdings hatte ich arge Probleme mit gesunder Ernährung. Das wollte noch nie so richtig funktionieren. Also startete ich im August 2015 mit 58,5 Kg und keiner Ahnung, wie sehr man die Zügel in der eigenen Hand hat 🙂

Heute

NADJA Was ist bis heute geschehen? Natürlich haben sich gewisse körperliche Veränderungen eingestellt, die aber so schleichend kommen, dass man sie selbst kaum wahrnimmt (was schade ist, da muss extra ein Transformationstext daherkommen, um vor Augen zu führen). Ich freue mich am meisten darüber, zu erkennen, dass ich meine jahrelang perfektionierten Handlungsweisen und -marotten über Bord werfen kann, wann immer ich das möchte. Der Schweinehund ist ein besiegbarer Endgegner, wenn man sich ihm in kleinen Schritten nähert (mit Brecheisen ist bei mir nicht drin). Mit einem gewissen Stolz erkläre ich den Gymbesuch seit über einem Jahr zur Routine, aber mit einem größeren Stolz gebe ich zu, meine ungesunde Fertiggericht- Ernährungsweise in den Griff bekommen zu haben, was mir die größten körperlichen Erfolge einbrachte bisher. 54 Kg sind bis dato erreicht, aber das ist nicht das Wichtigste. Vielmehr hatte ich das Ziel, den Körper zu shapen und Fett zu reduzieren und Muckis an bestimmten Stellen wie Beine und Po aufzubauen.. an diesem Detail arbeite ich gerade.

Es wird mir, hoffentlich, nie wieder passieren, dass ich starke körperliche Veränderungen nicht bemerke, denn durch diese Reise bisher habe ich mehr Körperbewusstsein erobert. Aber das beste an der Journey bisher? Aus der Pflicht, zum Sport zu gehen, wurde ein geringes Übel, aus diesem Übel wurde Spaß und wir beiden können heute nicht leugnen, dass ein gewisses Suchtverhalten delight uns ins Gym zieht. Wenn du das mit deiner besten Freundin zusammen erlebst, dann kann man das nur feiern, oder? 🙂

IRIA Meistens liegt Über – oder Untergewicht eben an der falschen ‚Beziehung‘ zum Essen. Ich hab es oft so gesehen als hätte ich genug gegessen. Was schlicht und einfach nicht stimmt. Das war nie krankhaft, ich hab es einfach nie anders kennengelernt. Regelmäßige Mahlzeiten zu halbwegs normalen Zeiten waren einfach nicht teil meines Heranwachsens. Nun gibt es bei mir mindestens drei Mahlzeiten, mal schon vorbereitet, mal spontan gezaubert, zusätzlich noch gesunde Snacks und Protein Shakes. Das richtige Verhältnis zum Essen ist das Wichtigste auf dem Weg zur fabulous shape. Ob zu oder abnehmen, die Ernährung spielt hierbei mehr mit, als die Bewegung (die man sicherlich nicht ganz außer Acht lassen sollte)

Wir sind sicherlich keine Experten im Bereich Fitness und Ernährung, haben jedoch einiges dazu gelernt und schon viel geschafft. Mittlerweile bringe ich 59 Kilogramm auf die Waage. Wie gesagt, es geht nicht darum Kilos zu zählen. Die zahlen sind lediglich da um euch zu verdeutlichen welche Transformation wir hinter uns haben.

Wichtig ist, dass ich mich endlich super wohl in meiner Haut fühle, endlich passt mein Äußeres zu meinem Inneren. Das einzige, was ich bereue ist, nicht schon früher angefangen zu haben.
Trotzdem sind wir definitiv noch nicht am Ende unserer Reise.

Sooo, genug von uns, erzählt uns doch von eurer Transformation. Was hat euch inspiriert und motiviert? Wir sind gespannt eure Geschichten zu hören. Bis dahin,

Schriftzug stay fabulous Diamant

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